Der Verein

Geschichte

Am 29. Mai 1902 gründeten der Apotheker Albin Liebe, der Arzt Fritz Beitler, Rendant Bergmann, Drogist Rentzsch, der Druckereibesitzer Ziehlke und einige Weitere die „Donnerstag – Keglergemeinschaft“. Später gesellten sich Katasterdirektor Witzky, Superintendent Nebelsieck und der katholische Pfarrer der Stadt zu den Mitgliedern. Auf der Kegelbahn der Gaststätte „Hedenus“ wurde gekegelt. Dabei wurde großen Wert darauf gelegt, dass das Kegeln entspannt und in lockerer Atmosphäre stattfand.

Im Jahre 1925 zählte der Verein 25 Mitglieder – unter anderem der Zahnarzt Dr. Walter Wetzstein, Bankdirektor Mödinger, Zahnarzt Dr. Walter Damm und die Bankkassierer Erbert und Menzel. Unter den Vereinsmitgliedern entwickelte sich eine Kameradschaft, wie sie nur selten zu finden war.

Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges wurden mehrere Vereinsmitglieder zum Kriegsdienst einberufen. Der Spielbetrieb wurde jedoch, soweit dies möglich war, fortgesetzt. Nach Kriegsende verbot die sowjetische Besatzungsmacht den Zusammenschluss von Bürgern in Vereinen. Das Schicksal des Kegelvereins schien besiegelt. Die Kegelkameraden unternahmen viele Versuche eine Genehmigung zur Fortführung des Spielbetriebes zu erhalten – welche sie letztendlich glücklicherweise auch erhielten.

Am 28. Juni 1948 trafen sich Dr. von Sarnowski, Max Bartzsch, Willy Beeg, Fritz Mühlnerm, Dr. Kleinestrikker und Dr. Walter Damm, um den Kegelclub neu zu beleben. Jedoch traten nun weitere Probleme auf. Der Spielbetrieb auf der Kegelbahn der Gaststätte „Hedenus“ war nicht mehr möglich, da diese zu einem Lagerraum umfunktioniert worden war und später sogar der gesamte Gebäudekomplex abgerissen wurde. Das neue Vereinslokal wurde die Kegelbahn der Bäckerei „Herold“ im Ortsteil Weinberge. Viele neue Mitglieder traten in den Verein ein und die Vereinstätigkeit konnte wieder voll aufgenommen werden. 1953 wurde Dr. von Sarnowski zum Vereinspräsidenten ernannt.

Im Jahre 1987 konnte auf dem Sportgelände Bad Liebenwerdas am Waldstadion eine Vier-Bahn-Automatik-Anlage in Betrieb genommen werden. Viele Schüler und Jugendliche hatten im Laufe der Zeit auf den alten Bahnen die Kegel aufgestellt, um ihr Taschengeld um etwa 10 bis 12 Mark aufzustocken. Der letzte Kegelaufsetzer des Kegelclubs war Kay Freiwald.

In den letzten Jahren konnte sowohl der Verein in der Liga, als auch die einzelnen Kegler bei Meisterschaften viele Erfolge feiern.

Quellen:
Heimatkalender 1995 (Artikel von Klaus Rymer)

vereinsinterne Dokumente und Aufzeichnungen


Erfolge

2019Wolfgang HöligKreismeister Senioren B
2018Männer-TeamAufstieg in die Landesliga
2016Günter Mahling
Jan Hölig
Christian Waschfeld
Christian Waschfeld
6. Platz Deutsche Meisterschaft Senioren C
5. Platz Landesmeisterschaft Männer
3. Platz Landesmeisterschaft U18
Kreismeister U18
2015Günter Mahling
Hendrik Prinz
Hendrik Prinz
Markus Raspe
Christian Waschfeld
3. Platz Deutsche Meisterschaft Senioren C
18. Platz Deutsche Meisterschaft U23
2. Platz Landesmeisterschaft U23
Kreismeister U23
Kreismeister U18
2014Markus RaspeKreismeister U23
2011Männer-TeamAufstieg in die Landesklasse
2009Gisela Klemm
Frauen-Team
Männer-Team
Kreismeisterin Seniorinnen A
3. Platz Classic-Pokal
4. Platz Classic-Pokal
2006Ilona WendtDeutsche Meisterin Seniorinnen A